Flugbetrieb beim Uhlenflug Peine PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Eike Draheim   
Donnerstag, den 18. März 2010 um 14:42 Uhr
Flugbetrieb
 
1. Vorflugcheck und Startvorbereitung
 
Die Flugzeuge werden vor dem ersten Start am Tag einer Ruderprobe unterzogen. Die Landeklappen werden unter Gegendruck aus- und eingefahren, dann die Splinte und das Gestänge der Landeklappen überprüft. Die Ruder werden ebenfalls nach dem gleichen Prinzip kontrolliert. Das Flugzeug wird nach der Ruderprobe noch einmal auf äußere Beschädigungen abgesucht. Der Start eines Flugzeuges sollte immer gut vorbereitet sein. Die Insassen schnallen ihr Fallschirmgurtzeug an und steigen ins Flugzeug. Während dessen wird der Flugleitung die Kennung des Flugzeuges und die Namen der Insassen mitgeteilt.
 
Der Pilot sitzt im Flugzeug immer vorne. Die Insassen legen den Fallschirm an und schnallen sich fest. Dann wird die Haube geschlossen und der Vorflugcheck, der vor jedem Flug gemacht wird, beginnt:
 
  • Haube geschlossen und verriegelt
  • Fallschirm angelegt, fest angeschnallt
  • Klappen eingefahren und verriegelt
  • Ruder sind frei und gängig   
  • Funkgerät ist an
  • Höhenmesser ist auf null
  • Trimmung ist auf neutral
  • Schleppstrecke und Auslinkraum sind Frei
  • Wind beachtet und auf Seilriss gefasst
 
Jetzt kann das Flugzeug eingeklinkt werden. Es muss auf die richtige Sollbruchstelle geachtet werden. Wir haben verschiedene Flugzeugtypen im Uhlenflug Peine: Ka6 und Ka7 sind Holzflugzeuge. Ka7 ist doppelsitzig. Ka6, Ls4b, DG303 sind einsitzig. Ls4b, DG303 und ASK21 sind Kunststofflugzeuge. Ls4b und DG303 sind einsitzig.
 
Sollbruchstellen:

  • Ka6 eine Kerbe
  • Ka7 zwei Kerben
  • ASK 21 drei Kerben
  • Ls4b und DG303 entweder eine oder zwei Kerben (Je nach dem wie es der Pilot möchte)
 
Die Sollbruchstellen sind dazu da, um bei Überlastung zu brechen und somit zu verhindern, dass das Seil reist. Die Kerben sind zur Erkennung in die Halterung geritzt.
 
Das Seil wird eingeklinkt und eine Klinkprobe wird gemacht. An dem Seil wird  gezogen und der Pilot klinkt es aus. Dies ist wichtig, um Sicherzustellen, dass die Kupplung im Ernstfall auch manuell gelöst werden kann.
 
 
2. Start, Platzrunde und Landung

 
Nach dem Einklinken werden die Flächen von einer Person waagerecht gestellt. Sie muss sie mit der Fläche mitlaufen, damit die Fläche beim anziehen der Winde nicht auf den Boden Prallt und die Insassen verletzt werden. Wenn der Pilot das Zeichen gibt bereit zu sein, ruft eine Person die Winde an und sagt laut:
 
(Jetzt ein beliebiges Muster)
 
„Eine K7 doppelsitzig am Südseil startklar!“
 
Die Winde meldet:
„Die Winde Ist Startklar!“ und „Eine K7 doppelsitzig am Südseil starklar!“
 
Der Start sagt:
„Seil anziehen!“
Winde: „Seil wird angezogen!“
 
S: „Seil straff!“
W: „Seil ist straff!“
 
S: „Fertig!“ (Das Flugzeug rollt)
W: „Fertig!“
 
S: „Frei!“ (Das Flugzeug berührt nicht mehr den Boden)
W: „Frei!“
 
S: „Seil fällt Ende!“
W: „Seil fällt Ende!“
 
Der Pilot macht während des Starts folgendes:
 
Wenn das Flugzeug anfängt zu Rollen drückt er den Steuerknüppel ein bisschen nach vorne bis das Flugzeug abhebt. Wenn es abgehoben ist zieht, der Pilot den Knüppel leicht nach hinten damit das Flugzeug langsam steigt. Bei etwa 50 Metern Höhe zieht der Pilot den Knüppel langsam an den Bauch. Bei 280 bis 350 Metern richtet er das Flugzeug wider gerade. Wenn das Seil automatisch ausgeklinkt ist klinkt der Pilot drei Mal nach. Nach dem Start fliegt der Pilot eine große zwei 90° Kurven in die Platzrunde. Jetzt fliegt er mit etwa 80 Km/h in Richtung Position. Die Position ist erreicht wenn das Flugzeug sich parallel zum Lande T befindet. Nun Meldet der Pilot: „ D- 6326 Position!“ ( 6326 ist die Kennung der K7 die beim Start schon aufgeführt ist)  Im Endanflug, das ist die Zeit zwischen der Positionsmeldung und der Landung, muss 90 Km/h geflogen werden. Es werden wieder zwei 90° Kurven geflogen. Im Landeanflug werden die Landeklappen gezogen. Diese bewirken, dass das Flugzeug durch höheren Luftwiderstand schneller sinkt. Kurz vor dem Aufsetzen wird der Steuerknüppel gezogen, damit der Sporn als erstes aufsetzt. Nach dem aufsetzen werden die Klappen ganz gezogen, und der Steuerknüppel kommt an den Bauch. Die Tragflächen werden mit dem Querruder waagerecht gehalten, bis das Flugzeug zum stehen kommt und sich eine Fläche langsam ablegt. Die Haube wird als erstes geöffnet, dann schnallen sich die Insassen ab und steigen aus. Der Lepo kommt und zieht das Flugzeug zurück zum Start. Am Start wird das Flugzeug wieder gegenüber der Winde abgestellt. Der Startschreiber schreibt die Landung auf.
 
-mögliche Gefahren:

  • es werden Beschädigungen am Flugzeug übersehen.
  • die Insassen führen den Check nicht richtig durch und vergessen sich die Fallschirme anzulegen.
  • die falsche Sollbruchstelle wird benutzt.
  • das Seil reißt während des Starts und Personen auf der Bahn oder an der Winde werden verletzt.
  • bei der Landung werden Personen auf der Bahn verletzt.
 
-Vermeidung der Gefahren

  • das Flugzeug muss sorgfältig überprüft werden.
  • der Innencheck vor jedem Flug muss ebenfalls sorgfältig durchgeführt werden.
  • es sollte immer eine zweite Person die Sollbruchstelle überprüfen.
  • niemand darf während des Starts und der Landung in der Gefahrenzone sein.
  • die Bahn darf nur überquert werden, wenn kein Flugzeug im Landanflug oder Startklar ist.
 
Merke:

Jeder der ein Flugzeug überprüft, die  Fläche beim Start hält oder ob er oder sie am Telefon ist, muss sich darüber im klaren sein, dass er oder sie mit Leichtsinn oder einer Unaufmerksamkeit den Tod eines Anderen verschulden kann. Mann sollte zur eigenen und zur Sicherheit aller, immer konzentriert bei der Sache sein und niemanden ablenken der sich konzentrieren muss!
 
 
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